Vergangene und laufende PROJEKTE des AlltagsHeldenNetzes




Ein langfristig laufendes, kleineres, dennoch wichtiges Projekt aus der Kategorie 'Bewusstmachung':


Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen!?
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1. Das Prinzip der kleinen Schritte, nach dem Motto: "Besser als gar nix!"

1.a "Ich esse immer weniger Fleisch!"
1.b "Ich kaufe nur noch tierliche Erzeugnisse in Bio-Qualität!"
1.c "Ich achte beim Einkauf auf Tierschutz-Labels und -Auszeichnungen!"
1.d "Ich bin jetzt Vegetarier/in!"
1.e "Ich rette doch Lebewesen, indem ich mich an Freikäufen beteilige und Patenschaften übernehme!"
1.f "Ich ERNÄHRE mich doch inzwischen vegan!"
1.g "Ich zeichne doch Petitionen gegen z. B. Massentierhaltung, Schächten, Tierquälereien in anderen Ländern, schlechte Haltungsbedingungen, 'Nutz'tiertransporte, Umweltverschmutzung und -zerstörung, Kinderarbeit, Menschenausbeutung und -diskriminierung, für Kameraüberwachung in Schlachthöfen, Wildtierverbot in Zirkussen etc.!"

Gut und völlig richtig, und außerdem ist es motivierend, jeden noch so kleinen Schritt zu 'feiern' - aber immer DIREKT darauf hinweisen, dass das nicht genügt und SCHNELLSTMÖGLICH der nächste Schritt gemacht werden muss und sich NICHT zurück gelehnt und auf seinem besseren Gewissen ausgeruht werden darf!

Siehe auch https://www.facebook.com/DestinysPD/posts/569299629782477?pnref=story, zweiter Abschnitt.

Ein sehr guter Beitrag zum Thema "Bio" (1.b): https://www.facebook.com/DestinysPD/posts/1473559436023154?pnref=story

Tierschutz-Labels und -Auszeichnungen - Gefahren und Auswirkungen (1.c):
https://www.vegan.eu/fragwuerdiger-tierschutz-ikea-gibt-pr…/

Zum Thema "Vegane Ernährung" (1.f):
https://www.facebook.com/veganswer/posts/1343497142445395?pnref=story

2. "Alle Wege führen nach Rom!"?

Auf jeden Fall führen oft mehrere Wege zum Ziel - welcher Weg am effektivsten und effizientesten war, lässt sich leider meistens erst im Nachhinein fest stellen. Deswegen: möglichst viele unterschiedliche Wege (Vorleben, persönliche Gespräche, Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen, politisches Engagement, Rettungsaktionen, Kreiden, Petitionen zeichnen usw.) beschreiten!

3. Mindestens "Zwei Herzen wohnen in meiner Brust!" - Ambivalenzen mannigfaltiger Art

3.a SELBSTVERSTÄNDLICH sollte bei z. B. Hungersnöten (wie immer wieder in Afrika) in Form von Spenden geholfen werden, damit so wenige unschuldige (menschliche wie nicht-menschliche) Tiere wie möglich leiden und sterben müssen - aber parallel dazu MUSS auch über die großen Zusammenhänge aufgeklärt und MÜSSEN die Ursachen bekämpft werden!

Auf die lebensverachtende Argumentation "Ich spende nicht, weil ich damit nur die unkontrollierte Menschenvermehrung unterstützen würde!" WILL ich hier nicht weiter eingehen ...

3.b 'Weisheiten' populärer Persönlichkeiten

Ich teile gerne Weisheiten, kluge 'Sprüche' und Ausführungen von bekannt-berühmten Menschen wie z. B. dem Dalai Lama, Richard David Precht, Hannes Jaenicke, Nelson Mandela - finde es aber sehr wichtig, unmittelbar darauf hin zu weisen, dass sie viel glaubwürdiger wären, wenn sie auch für SICH SELBST die Konsequenzen daraus zögen bzw. gezogen hätten!

Siehe auch http://veganswer.de/das-seelenleben-der-tiere/

und https://www.focus.de/…/die-debatte-tiere-denken-philosophen…

3.c Umgang mit 'KuscheltierschützerInnen'

https://www.facebook.com/groups/357539944697030/permalink/358301507954207/

3.d Manche (auch ich) tun sich nicht ganz einfach damit, Aktionen (wie z. B. Petitionen, Kundgebungen, Demos etc.) zu unterstützen, deren Ziel es ist, Teilerfolge zu erreichen, weil IMMER damit die Problematik verbunden ist, dass die Mehrzahl der Menschen meint, mit dem Erreichen des Teilziels sei 'Alles gut'. Auch Tierschützer- und -rechtlerInnen sind da (mit guten Argumenten) oft unterschiedlicher Meinung - deshalb gilt auch hier: DAS EINE TUN, OHNE DAS ANDERE (und wenn es vorerst nur mit einem unmittelbaren Hinweis darauf ist) ZU LASSEN!

4. Thema 'Bedürfnisse'

Bei dem Einwand: "Ich habe aber doch AUCH Bedürfnisse!" sind meistens keine echten Bedürfnisse, sondern eher sogenannte oder auch vermeintliche Bedürfnisse (egoistischer Natur) gemeint - und schon gar keine nicht-menschlicher Tiere. In diesem Sinn ist der Verzehr von tierlichen Produkten ein menschliches Bedürfnis, genau so wie das Verlangen nach speziellen Geschmackserlebnissen. Auch z. B. das Reiten von Pferden dient nicht der Erfüllung deren Bedürfnisse, sondern der "Bedürfnisse" der Reitenden. Menschen, die sich z. B. Reptilien 'halten', tun dies ganz gewiss nicht für die Reptilien, sondern zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse. Es ließen sich noch jede Menge weitere Beispiele anführen - angefangen mit der Zurschaustellung von Tieren in Zirkussen bis hin zur Be- und Ausnutzung für ökonomische oder wissenschaftliche Zwecke.

Dagegen ist NICHTS einzuwenden gegen eine (so weit wie möglich artgerechte) Inobhutnahme nicht-menschlicher Lebewesen aus bzw. zu Rettungszwecken!

5. Abwenden oder Weitermachen?

Tatsächlich geht es manchmal nicht anders, sich von (über Jahre hinweg gesehen) lernresistenten Menschen abzuwenden, und sei es nur aus psychohygienischen Gründen - besser und sinnvoller ist es dann, seine Veganisierungsbemühungen auf andere, offenere Menschen auszurichten.

Trotzdem plädiere ich grundsätzlich dafür, auch bei Uneinsichtigen immer weiter zu machen und sich NICHT abzuwenden, insbesondere bei Jenen, die Einem wichtig sind - manchmal reicht letztendlich ein kleines Input ( = der berühmte Tropfen), um sie zum Umdenken und 'Umverhalten' zu bewegen ...

6. Jeder Mensch ist anders!

Seltsamer Weise schließen wir Menschen meistens von uns auf andere - was bedeutet, dass wir bei unserem Engagement für die Schwächsten der Gesellschaft fast immer (inhaltlich und formal) SO argumentieren, als ob wir selbst die/der Gesprächspartner/in wären!

Das ist keinesfalls schlecht, weil damit u. a. die größtmögliche Authentizität verbunden ist - aber warum nicht auch mal ganz bewusst versuchen, individuell auf den Gesprächspartner einzugehen? Je individueller das Gespräch (und besonders die Art und Weise, WIE das Gespräch geführt wird) ist, um so positiver wird i. d. R. die 'Botschaft' empfangen.

Siehe auch https://www.facebook.com/…/a.203615496751…/314350389011667/…

Und zum Thema 'Aggressivität':
https://www.facebook.com/DestinysPD/posts/1495844920461272

7. Erfolgsträchtigkeit

Jede/r weiß, dass die Erfolgsträchtigkeit eines Vorhabens grundsätzlich darunter leidet, wenn man seine Kräfte nicht konzentriert - und bei der Strategie "Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen!" ist es so, dass die vorhandenen Kräfte verteilt werden müssen.

Trotzdem halte ich beide Vorgehensweisen (die Bündelung der eigenen Kräfte mit der Konzentration auf bestimmte Vorhaben UND die Verteilung der Kräfte auf das Ganze) für wichtig und richtig, weil insbesondere die zu überzeugenden Adressaten Alle Individuen sind, die unterschiedlich 'ticken', wahr nehmen und 'abzuholen' - und damit (erfolgreich) 'mitzunehmen' - sind!

8. Retten oder nicht retten?

Es wird immer mal wieder argumentiert, es bringe nichts, nicht-menschliche Tiere aus einem 'laufenden Betrieb' (seien es damit befreite Versuchstiere oder 'frei'gekaufte 'Nutz'tiere) zu retten, da diese dann ganz einfach durch andere (u. U. noch ungeborene) ersetzt würden. Das mag stimmen - aber glaubt wirklich irgend jemand, es gäbe für die Tierleidproduzenten einen großen Unterschied, ob ein Tier gerettet oder weiter ausgebeutet und letztendlich ermordet wird? Nein, denn es wird so oder so ersetzt - und wenn möglich, der Umfang weiter ausgebaut!

Mal davon abgesehen, dass sich solche Gelegenheiten ja leider nur allzu selten bieten: JEDES EINZELNE Leben, das gerettet werden kann, zählt erst mal - und zwar nicht nur für das gerettete Lebewesen selbst! Außerdem hat jede Rettungsaktion mit der entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit eine Signalwirkung, die die Leute zum Nachdenken anregt ...

(Siehe auch Verlinkungen zu AlltagsHeldenNetz-Projekten http://alltagsheldennetz.blogspot.de/)

Anschließend MUSS natürlich dafür gesorgt werden, dass das gerettete Wesen ein möglichst artgerechtes und würdevolles Leben bis zu seinem natürlichen Ende führen kann - über diese Verantwortung und Pflicht sollte sich jede/r Betreffende im Klaren sein.

Die diesbezügliche Strategie für Jede/n, welche/r sich Tierrechtler/in 'schimpft', sollte also sein: Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen - was nichts anderes bedeutet, als dass jedes einzelne Leben (wenn möglich) bewahrt sowie gesichert und PARALLEL dazu gegen die Tierqualindustrien gekämpft werden muss!

9. Grundsätzlich gleiche Rechte für Menschen und nicht-menschliche Tiere!?

Immer wieder wird auf diese Forderung mit der Meinung reagiert, mensch solle sich doch erstmal um die Verwirklichung von MENSCHENrechten kümmern, bevor sich mit den Rechten von nicht-menschlichen Tieren befasst wird - mal abgesehen davon, dass diese Ansicht vom Ansatz her schon speziesistisch (und damit aus tierrechtlerischer Sicht abzulehnen) ist, greift auch hier (selbstverständlich) der Grundsatz: Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen!

(Siehe auch: http://www.geo.de/…/17442-rtkl-wissenschaftler-bricht-ein-b…)

Eine diesbezüglich wunderbare Spiegelung der AlltagsHeldenNetz-eigenen Grundphilosophie findet sich auch bei dem Tierrechtler und Philosophen Helmut F. Kaplan: http://tierrechte-kaplan.de/die-menschen-kommen-zuerst/

10. Gefahr: Zu schwache Argumentation

M. M. n. liegt eine der größten Gefahren im Gespräch darin, nicht gut genug informiert zu sein, um Argumente des Gesprächspartners auf eine 'anständige' Art und Weise entkräften zu können. ALSO: Informieren, informieren und nochmal informieren - und ruhig sich auch mal in eine ("anständige" - wenn es 'unanständig' oder unfair wird, besser abbrechen!) Diskussion einlassen, um die eigene Argumentationskraft immer weiter zu stärken!

11. Eine 'Warnung' (in Ergänzung zu 3.d) von Veganswer:

>> 5. August [2018] um 14:03 ·

'Bessere' Haltungs-, Transport- und/oder Schlachtbedingungen in der (Massen-)Tierhaltung zu fordern, ist, psychologisch betrachtet, keine kluge Idee.

'Besser' ist der Komparativ von 'gut'. Damit ein Zustand es seriös verdient, 'besser' genannt zu werden, muss er zuvor mindestens gut gewesen sein. Aber absolut NICHTS ist gut in der (Massen-)Tierhaltung.

Wenn also jemand davon überzeugt ist, es sei sinnvoll, statt der Abschaffung der ausbeuterischen Tierhaltung lieber etappenweise kleinere Teilziele zu fordern, so sollte er/sie unbedingt von einer (meist geringfügigen) Reduktion des entsetzlichen Leids der Tiere sprechen, nicht jedoch von der 'Verbesserung' der Situation und schon gar nicht von TierWOHL.

Wer 'bessere' Bedingungen durchsetzt, erhebt, ob gewollt oder nicht, automatisch den dann neu geschaffenen Status quo zum vergleichsweise vorbildlichen und ethisch kaum noch zu beanstandenden Zustand. Erreichte 'Verbesserungen' legitimieren die Praxis der Tierausbeutung, anstatt sie in aller Klarheit zu konfrontieren. <<

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P.S.: Dieses "AlltagsHeldenNetz-'Mini'-Projekt" wird immer wieder geupdatet!



Rettungsaktion Mitte 2012 - KEIN AlltagsHeldenNetz-Projekt, trotzdem aber wichtig und erwähnenswert, da aufgrund deren nur teilweise glücklichen Ausgangs das AlltagsHeldenNetz am 22. Juli 2012 gegründet wurde:

Die "RinderRettung Syke"







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